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Mädesüss  -  Filipendula ulmaria

Das Echte Mädesüss ist ein Rosengewächs. Sein Name hat nichts mit süssen Mädchen zu tun, sondern kommt daher, dass früher mit den duftenden Mädesüss-Blüten der Honigwein (Met) gesüsst wurde (=met süss).

Die krautige Pflanze blüht im Juli/August und ist sehr häufig dort zu sehen, wo Wasser ist. Also an Bächen, in Mooren und auf feuchten Böden. Die Pflanze mag halbschattige/sonnige Plätze und
 wird 50-150 cm gross und hat oft einen rötlich gefärbten Stängel. Die Blüten duften süsslich. Wenn man sie jedoch mit den Fingern zerreibt oder im Mund kaut, entwickelt sich ein Geschack, der an Kopfweh-Tabletten erinnert. 


Und dies hat seinen guten Grund. Denn das Mädesüss enthält den Wirkstoff Salicylsäure. Dieser Wirkstoff wird auch Spiersäure genannt, weil das Mädesüss auch noch den Namen Spierstaude hat. Die berühmte Schmerztablette Aspirin hat ihren Namen von der Spierstaude. Denn Aspirin enthält unter anderem Spiersäure.

Wirkung:
Es wirkt schweisstreibend, entzündungshemmend, fiebersenkend, schmerzstillend und blutverdünnend (!)


Verwendung des Mädesüss bei:
Bei Erkältungskrankheiten, Fieber, Kopfschmerzen, Rheuma-Schmerzen

Nicht anwenden bei:
Wenn man blutverdünnende Mittel nimmt und bei Salicylatüberempfindlichkeit

Zubereitung:

1 TL getrocknete oder frisch gesammelte Blüten mit 2 dl heissem Wasser übergiessen, 10 Min. ziehen lassen, 3 x täglich 1 Tasse 

Weitere Verwendung:
- getrocknet als feiner Duftspender in einem Blütenpotpurri
- als Strauss gebunden und zum trocknen aufgehängt als Duftverströmer im Raum
- zum aromatisieren von Süssspeisen und Getränken


 



 

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