Bärlauch - Allium ursinum


Mmmhh.... endlich ist es wieder soweit. Ein knoblauchartiger Geruch erfüllt die feuchten Gebiete der Wälder 
smiley
So bin ich vor ein paar Tagen zum jährlichen Bärlauch sammeln losgezogen. Der Bärlauch findet sich teilweise in grossen Beständen in schattigen, feuchten und humusreichen Laubwäldern, in Schluchten und an Bächen. 

Ich sammle diese Pflanze an einem Platz, wo kein Hund, Fuchs oder Reh sein Geschäft verrichtet. Um zu diesem Platz zu gelangen, muss ich durch einen Bach waten. Der Bärlauch ist dort von so vielen Brombeer-Ranken durchwachsen, dass es für ein Tier sehr unangenehm wäre dort durchzugehen. Und auch ich muss beim Pflücken auf die Dornen achtensmiley

Der Bärlauch hat seinen Namen von den Bären bekommen. Sie essen diese Pflanze wenn sie aus ihrem Winterschlaf auftauchen. Ihr Darm hat während den Wintermonaten auch geschlafen und in dieser Zeit konnten sich Parasiten und Würmer breitmachen. Der Bärlauch treibt die Würmer und anderes Getier aus den Därmen und spendet zugleich kraftspendende Nährstoffe, um wieder auf die Beine zu kommen. 

Haupt-Inhaltsstoffe:
- höchster Gehalt an schwefelaktiven Verbindungen
- Senfölglykoside Alliin, Allicin 
- Adenosin
- Eisen
- Magnesium
- Mangan
- Vitamin C

Die schwefelaktiven Substanzen mobilisieren Quecksilber aus den Depots und binden Schwermetalle.

Adenosin (20 x höherer Gehalt als im Knoblauch) besitzt antioxidative Eigenschaften und schützt damit vor vorzeitiger Alterung, es erweitert die peripheren Gefässe, erhöht die Fliessgeschwindigkeit von Blut und Lymphe und beugt somit gegen Herzinfarkt, Arteriosklerose und Thrombosen vor. 

Das Allicin wirkt stark antibakteriell und keimhemmend speziell auf die Bakterienflora des Darms, samt ihren Fäulnis und Gärung verursachenden Bakterien, ohne die Darmbakterien, die zur Verdauung benötigt werden, zu zerstören. 


Das Kraut wirkt: 

Entgiftend, blutreinigend, verdauungsfördernd, regt Magensaftsekretion an, darmregulierend, desinfizierend, pilzwidrig, antibakteriell, wurmtreibend, blutdrucksenkend und gefässerweiternd, aggregationshemmend, cholesterinspiegelsenkend
 

Anwendungsgebiete:
Arteriosklerose, Bluthochdruck, Darmsanierung nach Antibiotika-Behandlung, bei Bakterien, Viren, Pilzen und Würmern im Darm, chronische stoffwechselbedingte Hauterkrankungen, für Entgiftung und Frühjahrskur. Für eine längerfristige Einnahme gibt es Bärlauch als Tinktur (z.B. von Ceres) oder auch als Tabletten. 

Kräuterpfarrer Künzle schwärmte:
"Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Darm und Blut wie der Bärlauch."


Weitere Anwendungsgebiete:
Viele Zubereitungen in der Wildkräuterküche z.B. als Pesto, eingelegte Zwiebeln der Pflanze (Bärenzähne), eingelegte Blütenknospen (gefälschte Kapern), im Salat


Nebenwirkungen
Vorsicht bei empfindlichem Magen, da der Bärlauch scharf wie roher Knoblauch ist. 


Das Wesen des Bärlauchs
Die Bärlauchblüte hilft frühjahrsmüden und enorm sensiblen Personen, die leicht zu verunsichern sind und wenig Rückgrat besitzen, wieder auf die Beine. Zudem überwindet die Pflanze die durch Winter und Kälte symbolisierten Stauungs- und Verhärtungstendenzen in Körper und Seele. 

 

Wichtig:
Sammle nur die Pflanzen, die Du wirklich kennst. Bärlauch kann mit den sehr giftigen Maiglöckchen verwechselt werden. 


                   

Der Bärlauch ist gut an seinem Geruch zu erkennen. Dazu einfach ein Blatt zerknüllen. Der austretende Saft riecht stark knoblauchartig.                        

Am Bärlauch ist von den Wurzeln bis zu den dekorativen Blüten alles essbar.                        


 

Manchmal wachsen diese starken Pflanzen durch am Boden liegende Laubblätter hindurch.             

   

Ich ziehe es vor, Wildpflanzen von Hand zu schneiden und nicht mit dem Mixer zu pürieren. Dann lege ich sie in Einmachgläser, gebe ein paar Prisen Salz dazu und fülle die Gläser mit Olivenöl auf und beschrifte die Gläser mit Inhalt und Datum. Die Bärlauch-Pesto ist einige Wochen im Kühlschrank haltbar. Jedoch immer wieder Olivenöl auffüllen, da es sonst schimmlig werden kann. 


                                                                                       

Quellenverzeichnis: 
- eigene Erfahrung
- "Praxisbuch Heilpflanzenkunde" von Ursel Bühring
- "Pflanzliche Urtinkturen" von Roger Kalbermatten
- "Energetisierte Heilpflanzen" von Bruno Vonarburg
- Fotos von Corinna Ehling, 

Facebook Twitter Google+ LinkedIn Xing
Kommentar 0
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail
Kein Problem. Geben Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein, mit der Sie sich registriert haben.
*