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Im Jahr 2019 stelle ich jeweils am 1. des Monats eine Himmelsrichtung mit einigen ihrer Qualitäten vor. Diese Reise dauert 8 Monate für die 8 Himmelsrichtungen des indianischen Medizinrades. Mehr Infos zum Medizinrad hier.


Kurze Einführung 
Gemäss den Lehren des Medizinrades wechseln wir alle 3 Jahre unseren Platz innerhalb des Rades. Im Rad hat es 8 Himmelsrichtungen. Und diese beeinflussen uns. Aehnlich, wie die Sternenkonstellation uns beeinflusst. Jede Himmelsrichtung hat ihre Eigenschaften und Themen und bringt uns über Menschen und Situationen in Kontakt mit diesen bzw. unseren Themen. 

Bei unserer Geburt starten wir in der Mitte und verweilen dort die ersten 3 Jahre. Und dann wechseln wir nach Aussen in das Rad und gehen von dort im Uhrzeigersinn durch alle 8 Himmelsrichtungen. Mit 27 Jahren haben wir den 1. Zyklus im Medizinrad abgeschlossen. Wir nennen diesen ersten Zyklus den Süd-Mond. Danach gehen  wir in den West-Mond bis 54, danach in den Nord-Mond bis 81 und dann in den Ost-Mond bis 108 Jahre. Die Lehren des Medizinrades sehen also mindestens ein Alter von 108 Jahren vor.    


Alle 27 Jahre kommen die gleichen Themen 
Wenn wir im ersten Zyklus ein bestimmtes Thema noch nicht gemeistert haben, kommt es am selben Platz 27 Jahre später wieder. Es kommt alle 27 Jahre, bis wir es gemeistert haben. Wir bekommen also lebenslang Situationen, um zu lernen, in unsere ganze strahlende Kraft und in unser ganzes Schöpferpotenzial zu kommen.


Der Nordwesten
Den Nordwesten durchwandern wir im Alter von 15-18, 42-45, 69-72 und 96-99 Jahren und begegnen dann besonders den Themen, die dieser Himmelsrichtung zugeordnet sind.

Wenn Du im Sternzeichen Schütze oder Steinbock geboren bist, dann ist dies Dein Geburtsplatz und Du bringst die Themen des Nordwestens in Dein Leben mit. Wenn Du im Sternzeichen Zwilling oder Krebs geboren bist, dann ist der Nordwesten Dein Arbeitsplatz und wird Dich solange beschäftigen, bis Du ihn gemeistert hast. Dann wird er zu Deinem Tanzplatz smiley


Die Themen des Nordwestens

Dein Buch des Lebens: 
Die indigenen Völker leben nach dem Grundsatz, dass das Leben nie endet. Wir verlassen zwar irgendwann den physischen Körper und die materielle Welt, doch danach leben wir in der Geistwelt weiter, bis wir irgendwann wieder in die materielle Welt zurückkehren. Dies ist der Kreislauf des Lebens. 

Wenn wir uns noch in der Geistwelt befinden, beginnen wir unser "Buch des Lebens" zu schreiben. Es ist ein Dreh-Buch, wie unser Leben sich abspielen sollte. Wir legen fest, wo wir geboren werden, wer unsere Familie sein wird, welchen wichtigen Menschen und Situationen wir im Leben begegnen, um uns weiter zu ent-wickeln smiley

Und während unserem Leben schreiben wir tagtäglich weiter an unserem "Buch des Lebens". WIR sind es, die die Seiten beschreiben. Niemand anders schreibt hinein. Denn unser Lebensbuch spiegelt vollkommen unsere Wahrnehmung von unserem Leben. So liegt es allein in unseren Händen und in unserer Macht, wie sich unser Lebensbuch liest. Wir haben die volle Verantwortung über unsere Lebensgeschichte / über unsere Biographie.

Ist es eine Komödie? Ist es ein Drama? Ist es ein Krimi? Ist es eine Liebesgeschichte? Ein bisschen von Allem?
Ist es ein Buch, das Dich zu lachen bringt, das Dich nachdenklich macht, das Dich mit Stolz und Freude erfüllt? 
Wie lautet der Titel Deines Lebensbuches?
Ist es ein Buch, zu dem Du Seite für Seite zu der Geschichte - Deiner Geschichte - stehen und sagen kannst: 
JA - das bin ich. Das ist mein Leben und es ist gut so wie es ist heart

Wie geht es Dir, wenn Du in Deinem Lebensbuch liest? 
Wie wirst Du es weiter schreiben? 
Welche Geschichten werden Dein Buch noch füllen in der Zeit bis zum Sterben Deines Körpers? 


Die Masse, Regeln und Gesetze

Der Nordwesten ist mein Geburtsplatz und darum kenne ich mich gut mit dieser Himmelsrichtung aus. Ich fand es nicht immer lustig in den vielen Medizinrad-Zeremonien, mich mit den Massen, Regeln und Gesetzen meines Lebens auseinanderzusetzen. Denn mir wurde mehr und mehr klar, wie stark ich von Regeln geprägt bin. Von den gesetzlichen, den gesellschaftlichen, den schulischen, kirchlichen und natürlich auch von meinen eigenen.  

Mit unseren eigenen Regeln und Gesetze legen wir fest, was richtig, falsch, gut, böse usw. ist. Wir legen zu einem grossen Teil selber fest, was wir tun und nicht tun dürfen. Unsere eigenen Regeln sind oft umfangreicher, als diejenigen, die der Staat uns vorgibt. Es gibt so vieles, was wir uns nicht erlauben. Es gibt so vieles, wo wir uns durch unsere Vorstellungen, wie etwas sein sollte, selber im Weg stehen und uns begrenzen. Und wir tun dies tagtäglich. Höre den Menschen und Dir selber zu und Du hörst täglich die Regeln und Gesetze in den Worten:

"Ich sollte..... , wir sollten....., Du solltest......, er sollte..... "
"Ich muss ....., wir müssen..... wir müssten.... "
"Das tut man nicht."
"Das muss man tun."

Besondere Beachtung verdient das Wort "man". Wer ist eigentlich "man"?
Es ist das Wesen, das aus einer Angst heraus nicht direkt angesprochen wird. Auch dies ist wieder eine Begrenzung und ein nicht-übernehmen von Verantwortung. 

Vor bald 4 Jahren begann ich eine Arbeit, bei der ich einen jungen Mann mit Autismus in seinem Alltag begleite. Er ist mein grösster Lehrer bezüglich meinen und gesellschaftlichen Regeln. Im unterwegs sein mit ihm in der Oeffentlichkeit habe ich einige meiner Regeln, wie man sich in der Oeffentlichkeit verhält, hinterfragt und über Bord geworfen. Er ist einer der herzensgutesten und goldigsten Menschen, die ich kenne und er kümmert sich wenig um einige gesellschaftliche Regeln. Sie machen wohl in seinem Denken einfach wenig Sinn und da habe ich gelernt zu sagen: Er hat so Recht, denn ich sah einiges viel zu eng. In vielen Situationen mit ihm kann ich heute einfach herzhaft lachen, wenn er wieder mal eine Regel "bricht", da er so unbefangen und natürlich ist smiley

Gestern hat der TV- und Radiomoderator Sven Epiney seinem Partner vor Publikum und laufender Kamera einen Heiratsantrag gemacht. So ein Akt ruft in vielen Köpfen Gedanken mit Regeln hervor. Wie denkst Du über die Liebe eines Mannes zu einem anderen Mann? Wie denkst Du darüber, dass er den Antrag in der Oeffentlichkeit gemacht hat? Entdeckst Du in Deinen Gedanken Regeln, was ein Mann sollte oder nicht sollte? Persönliche, gesellschaftliche, kirchliche, sexuelle Regeln?

Fragen zu Deinen Regeln:
Was hast Du für Regeln, wie Du zu leben und zu sein hast? 
Was hast Du gelernt Dir zu erlauben?
Gibt es Dinge, die Du Dir noch nicht erlaubst, es aber gerne tun würdest? Was hindert Dich daran?
Wie denkst Du über gesellschaftliche Regeln? Machen sie immer Sinn? 
Hinterfragst Du Deine oder die von Aussen vorgegebenen Regeln und Gesetze von Zeit zu Zeit?

Bist Du (nur) mit Dir zufrieden, wenn Du Deine Regeln erfüllt hast?
Belohnst Du Dich (nur), wenn Du Deine Regeln erfüllt hast?
Bestrafst Du Dich, wenn Du Deine Regeln nicht erfüllt hast?
Wie hoch setzt Du Deine Messlatte, wie Du etwas zu tun hast oder wie Du zu sein hast? 
Wie hoch setzt Du Deine Messlatte, wie Dein Umfeld zu sein und zu handeln hat?

Regeln und Gesetze kannst Du jederzeit brechen. Du kannst Dein Leben ganz nach Deinem Gusto leben. Und das Leben wird einfacher, wenn Du die Verantwortung für Dein Handeln übernimmst. 


Der Nordwesten ist der Platz zwischen dem inneren Mann und der inneren Frau:
Es tut gut im Medizinrad im Platz des Nordwestens zu sitzen. Hier zwischen den Plätzen des inneren Mannes und der inneren Frau wird uns auch bewusst, welche Beziehung diese beiden Wesen zu einander haben. Die Beziehung, die Du im Aussen zu Deinem Partner/Deiner Partnerin hast, ist ein Spiegel Deines inneren Mannes und Deiner inneren Frau. Auch spiegeln Dir diese inneren Wesen, wie Du generell über Männer und über Frauen denkst. 

Es kann äusserst heilsam und aufschlussreich sein, diesen inneren Wesen zu begegnen. Du kannst eine innere Hochzeitszeremonie machen und diese inneren Wesen in Liebe verbinden heart Dies wird sich auf Deine äusseren Beziehungen auswirken, denn Du verbindest somit Deine Männlich- und Deine Weiblichkeit zu einem Ganzen. 
Wenn Du möchtest, kannst Du Dich dabei von mir begleiten lassen. In meiner Praxis oder im Medizinrad im Wald.

 

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Der helle und der dunkle Spiegel im Nordwesten:

Der helle Spiegel:
Hier sind die heiligen Gesetze: die Naturgesetze und die universellen Gesetze. Wenn Du volle Verantwortung über Dein Leben übernimmst, dann bist Du im hellen Spiegel. Du weisst, dass alle Deine Gedanken, Worte und Taten magnetisch wirken und das anziehen, was sie ausgestrahlt haben. Du weisst, dass Dein Leben der alleinige Spiegel Deines Denkens ist und Du dem Leben nicht ausgeliefert bist. 


Der dunkle Spiegel:
Du bist eingeschlossen in einer endlosen Wiederholung im Rahmen Deiner persönlichen, familären, sozialen und religösen Gesetzen. Du gibst der Familie, der Kirche oder der Gesellschaft die Schuld, dass Du dieses oder jenes nicht tun kannst. Du fühlst Dich als Opfer, ausgeliefert und ohnmächtig (=ohne Macht).

In welchem Spiegel befindest Du Dich heute?

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Dies ist nur ein kleiner Einblick in den Nordwesten. Diese Himmelsrichtung beinhaltet noch so viel mehr. Für einige ist dies zudem der Kraftplatz. Und wie in jeder Richtung, gibt es auch hier einen Auslöser, der den Tyrannen und Energievampiren Eintritt in Dein Leben lässt. Mehr über die Energievampire und wie Du sie ausschalten kannst, mehr über Deinen Kraftplatz oder über Deinen aktuellen Platz im Medizinrad bzw. im Leben, mit all seinen Zusammenhängen, sowie mehr darüber, wie Du erwachen und Deinen Lebenstraum leben kannst, erfährst Du bei mir in meiner Praxis. 


Foto: Medizinrad beim Weiler Speck, Fehraltorf ZH am 24.03.2019

Quellen für Text: Erfahrungen aus meiner "Ausbildung in Ganzheitlicher Entwicklung auf der Basis des indianischen Medizinrades" der Stiftung Lebenstraum in Tegnaunter der Leitung von Hero, der Lehrer
Weitere Quellen für Text: Buch "
Süsse Medizin - Die Lehren der Twisted Hairs" von Mary Flaming Crystal Mirror


 


 

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